Besuch von den Mitarbeitern des Projektes „Ärzte Helfen“ an unserer Schule



Am 15.02.2017 besuchten Frau G. Lehmbeck, Herr Dr. M. Bohrmeister und sein Tochter Frau K. Bohrmeister unsere Schule, um zu berichten, inwiefern unsere Spendengelder vom Benefizlauf 2016 die ASB Klinik in Serekunda in Gambia unterstützt haben.
In der 4. und 5. Unterrichtsstunde berichtete Frau Lehmbeck mithilfe einer Präsentation im Foyer, dass mit dem Geld nicht nur Medikamente und Operationen finanziert worden sind, sondern auch das berühmte FACE-Projekt, bei dem in kürzester Zeit viele Patienten mit beispielsweise Tumoren, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder Gelenkfehlbildungen behandelt wurden.
Sie sprach außerdem auch über die politische Lage in Gambia. Denn dort wurde nach über 20 Jahren ein neuer Präsident gewählt. Nun könne sie frei über die Politik in Gambia reden, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, berichtete Frau Lehmbeck, dies sei nämlich zuvor nicht möglich gewesen, da der ehemalige Präsident keine Kritik an seiner Person duldete.
Sie erzählte auch, dass unsere Schule schon einen gewissen Ruf in Serekunda habe. So nennen einige Einheimische die Klinik „German Clinic“ („Deutsche Klinik“), während andere sie nach dem Strittmatter-Gymnasium benannten: Demnach hieße sie „S-Matter Highschool“(Von Strittmatter Gymnasium) , da es vielen in Gambia schwer viel, den deutschen Namen auszusprechen.
Nach der Präsentation im Foyer, fand in der sechsten Unterrichtsstunde eine kleine Diskussion statt. Es nahmen verschiedene Vertreter der Klassen daran teil. Hier sprachen die Helfer nicht nur über die Arbeit in der Klinik, sondern auch über das Leben in Gambia. So redeten sie über die Wahl des neuen Präsidenten, deren Wähler sich über soziale Plattformen wie Facebook, etc. miteinander verständigten. Dafür benutzten sie Zitate aus dem Buch „Animal Farm“ von George Orwell als eine Art Code, da sonst die Gefahr zu hoch gewesen wäre, dass der ehemalige Präsident sein Veto einlegen würde. Auch wurde von dem starken Glauben der Menschen berichtet. Diese würden nämlich sehr abergläubisch sein und viele unerklärlich Dinge mit Geistern oder Dämonen in Verbindung bringen. Des Weiteren wurde uns berichtet, dass mit den Spenden rund 30 Prozent der Operationen oder Behandlungen finanziert wurden. „Damit wurden ca. 15.000 Patienten behandelt.“, meinte Frau Lehmbeck.
Es ist natürlich auch möglich, selbst aktiv zu werden. Man kann selbst ehrenamtlich aktiv werden, oder einfach auch mit einer kleinen Spende helfen.